Francine Waber

Ich heisse Francine, bin im August 1996 geboren, ein Zwerg von 152 cm und wiege weniger als 45 Kilogramm,
als Karateka ein Federgewicht.

 

Eine Sportkarriere als Tennisspielerin oder Skirennfahrerin habe ich bereits mit 6½ Jahren hinter mir gelassen, als mich mein Vater ins Karatetraining meiner Schwester mitnahm. Im Mai 2003 stand ich das erste Mal selber im Karatedo Lyss/Aarberg und übte erste Techniken, wie Schritte und Schläge. Karate wurde von da an ein Teil meines Lebens. Dieser Teil wuchs von Tag zu Tag mehr. Noch vor den Sommerferien, durfte ich die Gelbgurtprüfung absolvieren, welche ich mit Bravur bestand. Ich war mega stolz! Mit dem neuen gelben Gurt im Gepäck, reiste meine ganze Familie mit dem Karatedo Lyss/Aarberg ans Internationale Karate Sommercamp in Ravensburg. Nach einer Woche hartem Training durfte ich am Schlussturnier teilnehmen. Ich war ganz nervös, es war mein erstes Karateturnier. Überraschenderweise gewann ich und somit war in mir das Karate-Feuer vollends entfacht. Hier kann ich meine ganze Energie ausleben!

 

Ich habe das Glück, eine wunderbare Familie zu haben, die mich stets unterstützt. Meine Eltern sind beide seit jeher Sportler und auch mein jüngerer Bruder, wie auch meine grosse Schwester, haben sich für Karate entschieden. Wir sind also nicht nur Karate-Kids, sondern eine ganze Karate-Familie.

Es ist für uns normal, dass wir in aller Herrgottsfrühe am Bahnhof stehen und auf unsere Teamkollegen warten, um gemeinsam mit dem Zug an ein Turnier im In- oder Ausland zu reisen.

Mein Vater war von Anfang an dabei, als Coach und Unterstützung an meiner Seite. Alles, was ich bis jetzt erreicht habe, verdanke ich meiner Familie, meinen Sensei (Lehrer, Meister, Leiter eines Dojo oder einfach Trainer) Barbara und Rudi, allen bisherigen Coachs, meinen Trainingspartner, ohne all die wäre ich nicht da wo ich jetzt bin. Nicht zu vergessen alle die, die mich schon so oft unterstützt haben, vor allem im Konditionellen und mentalen Bereich, die wertvollen Tipps von Diana und dem Nationaltrainer Dave, Sportchef Daniel, dem Teamarzt, dem Osteophat, Michi der mich immer bei Hausaufgaben unterstützt, Freunde, Verwandte und Bekannte.

 

Um mich zu beschreiben benützt man am besten Wörter wie; zielorientiert, ehrgeizig, diszipliniert aber auch chaotisch, hyperaktiv und fröhlich. Die Dinge, die für mich am meisten zählen und wichtig sind, ist die Gesundheit und die Familie. Karate ist für mich, wie Luft zum Atmen. Karate als Wettkampfsport ist für mich nicht mehr nur ein Sport sondern ein Rausch, welcher als einziges Doping bei “cool & clean“ erlaubt ist. Ich liebe es auf der Kampffläche zu stehen, zu kämpfen und das Adrenalin zu spüren.